| Mit etwas Übung ist es möglich, bei der so genannten "ber-Kreuz-Betrachtung" mit dem linken Auge auf das rechts liegende (aber dem linken Auge zugeordnete!) Halbbild zu sehen, während das rechte Auge auf das Gegenstück blickt (Schielen!) Dazu sind zwar keine technischen Hilfsmittel erforderlich, doch ist es nicht jedermanns Sache.
Es gibt allerdings auch verschiedene Hilfsmittel, um leichter in den Genu§ der räumlichen Bilder zu kommen: Neben den herkömmlichen Stereoskopen für Stereo-Foto-Karten (diese finden sich gelegentlich auf Flohmärkten oder Antiquitätenläden) können auch Rot-Grün-Brillen zu Hilfe genommen werden. Dafür müssen die Bilder allerdings speziell zu so genannten Anaglyphenbildern aufbereitet werden. Mit Lorgnetten (einfachen Prismen/Lupenbrillen, meist aus Kunststoff) können Sie bis maximal 9 cm Halbbild-Breite moderne Bilderpaare, aber auch historische Stereo-Foto-Karten betrachten. Größere Bildformate können Sie mit KMQ- oder Nesh-Prismenbetrachtern sichten, dabei werden die Halbbilder übereinander angeordnet. Diese Lorgnetten und Betrachter können für wenig Geld bei den unten genannten Versandhäusern bestellt werden. Wer eine LCD-Shutter-Brille an seinen Computer anschließt, kann unmittelbar auf dem Bildschirm räumliche Bilder im Interlaced-Format erleben. Ein spezielles Verfahren zum Betrachten von Papierbildern ist das Linsenrasterbild, das Kleinbild-Stereo-Negativen in spezialisierten Labors in Gro§britannien und USA hergestellt wird. Auch dafür werden keine weiteren technischen Hilfsmittel gebraucht, die Bilder sind allerdings relativ teuer und ebenso wie bei den Interlaced-Bildern von müßiger Qualität. Die Krönung der Betrachtung sind natürlich 3D-Diaprojektionen. Hier wird mit Hilfe von Polarisationsfiltern dafür Sorge getragen, da§ eines der Bilder nur in ein Auge, das andere nur ins andere gelangt. Dies sind nur die gebräuchlichsten Techniken, es gibt viele andere!
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